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26.05.2008 Sao Paolo
Bürgermeister in brasilinscher Stadt will das Sterben verbieten
Sao Paolo – Weil auf dem Friedhof kein Platz mehr ist, will ein brasilianischer Bürgermeister das Sterben verbieten. Einen solchen Vorschlag brachte Roberto Pereira da Silva, Stadtoberhaupt von Biritiba Mirim nahe Sao Paolo, jetzt ins Stadtparlament ein. Die 28.000 Einwohner der Stadt wurden dazu angehalten, auf ihre Gesundheit zu achten, um nicht zu sterben. Wer dagegen verstoße, werde zur Verantwortung gezogen. Ein Strafmaß wurde nicht genannt. Hintergrund des ungewöhnlichen Vorschlags: Umweltgesetze verbieten Gemeinden in Trinkwassergebieten wie Biritiba Mirim den Neu- und Ausbau von Friedhöfen – ebenso wie das Einäschern von Toten. Auf dem Friedhof der Stadt wurden bislang 50 000 Menschen beigesetzt. Die Kapazität ist voll ausgeschöpft. Man habe bereits Menschen unter den Gehwegen begraben müssen, sagte der Bürgermeister.

