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Amalgam als Quecksilberquelle für Mensch und Umwelt
Dr. Joachim Mutter
(Quelle Hier&Jetzt 2/2004)
....Die Verwendung nimmt aber kontinuierlich ab, da Patienten
Amalgam mittlerweile aus gesundheitlichen Gründen ablehnen, obwohl
die Krankenkassen immer noch nur die Kosten für Amalgamfüllungen
erstatten. Daher wird momentan Amalgam meist in Personen der
unteren sozialen Schichten eingebaut. In Zweit- und
Dritt-Weltländer nimmt die Amalgamverwendung aber wegen zunehmender
Karies (durch Übernahme der schlechten westlichen
Ernährungsgewohnheiten) zu, so dass die Umweltbelastung mit
Quecksilber weltweit weiterhin steigen wird. In den letzten 100
Jahren hat der Quecksilbergehalt im Fisch um das 270 fache
zugenommen, allein in den letzten 25 Jahren ist dieser um das 3-5
fache gestiegen. In den Organen wird es zu der sehr toxischen Form
Hg++ oxidiert, welches fest an Zellstrukturen (hauptsächlich
Thiolgruppen) gebunden ist und dann nicht mehr die Blut- Hirn-
Schranke überwinden kann [3]. Es findet eine Anreicherung in den
Organen statt. Weiterhin durchdringt Hg-Dampf die Mund- und
Riechschleimhaut. Ein direkter nervaler Transport von Hg in das ZNS
durch sensorische, motorische und sensible Hirnnerven (z.B.
Riechnerv) wird diskutiert [4, 5, 6, 7, 8, 9, 10].
