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26.05.2008 Sao Paolo

Bürgermeister in brasilinscher Stadt will das Sterben verbieten
Sao Paolo – Weil auf dem Friedhof kein Platz mehr ist, will ein brasilianischer Bürgermeister das Sterben verbieten. Einen solchen Vorschlag brachte Roberto Pereira da Silva, Stadtoberhaupt von Biritiba Mirim nahe Sao Paolo, jetzt ins Stadtparlament ein. Die 28.000 Einwohner der Stadt wurden dazu angehalten, auf ihre Gesundheit zu achten, um nicht zu sterben. Wer dagegen verstoße, werde zur Verantwortung gezogen. Ein Strafmaß wurde nicht genannt. Hintergrund des ungewöhnlichen Vorschlags: Umweltgesetze verbieten Gemeinden in Trinkwassergebieten wie Biritiba Mirim den Neu- und Ausbau von Friedhöfen – ebenso wie das Einäschern von Toten. Auf dem Friedhof der Stadt wurden bislang 50 000 Menschen beigesetzt. Die Kapazität ist voll ausgeschöpft. Man habe bereits Menschen unter den Gehwegen begraben müssen, sagte der Bürgermeister.

Amalgamverbot in Norwegen 01.01.2008

Quecksilberverbot in Norwegen betrifft u.a. auch Amalgamzahnfüllungen
von E.Blaurock-Busch
Der norwegische Umweltminister Erik Solheim sprach ein Verbot für Quecksilberprodukte aus. Das Verbot trat am 1. Januar 2008 in Kraft und gilt auch für Quecksilber in Zahnmaterialien. Vom Verbot betroffen sind u.a. Messgeräte und andere Produkte. Das Verbot erstreckt sich auf alle Gebiete, auch solche, die nicht spezifisch genannt oder bereits anderweitig reguliert waren. Nachdem es inzwischen alternative Produkte gibt, ist die Zeit für ein Verbot gekommen, so der Minister. Eine weitere Rechtfertigung für das Verbot sieht Minister Solheim im Umweltrisiko. Er hält es für wichtig, dass der Gebrauch von Quecksilber so weit wie möglich unterbunden wird. Der Großteil des Quecksilbers, das seinen Weg in die Umwelt Norwegens findet kommt aus Quellen, die ihren Ursprung im Ausland haben. Deshalb ist Norwegen bestrebt, die für Quecksilber zutreffenden internationalen Regulierungen zu verstärken, innerhalb der EU sowie global. Quecksilber gilt als eines der gefährlichsten Umwelttoxine. Den Presseberichten nach ist die Umwelt Norwegens derzeit zu stark belastet. Quecksilber reichert sich in der Nahrung, vor allem in Fisch an, und ist somit eine Gefahr für Fische wie auch die gesamte globale Nahrungsmittelkette. Berichten zufolge wird den Norwegern geraten, ihren Fischkonsum einzuschränken. Vor allem vom Konsum großer Fischwasserfische wird gewarnt. Insbesondere schwangere Frauen sollen jeglichen Fischkonsum meiden, denn Quecksilberbelastungen verursachen bekanntlich Wachstumsstörungen in Kindern.
Quelle: Pressebericht Jon Berg, Sprecher des Umweltministeriums (21.12.2007)
Address: The Ministry of the Environment
P.O.Box 8013 Dep
N-0030 Oslo
E-mail: jon.berg@md.dep.no

Amalgam gefährlich !?
- Ausleitung möglich

Von Dr. Joachim Mutter

Amalgam als Quecksilberquelle für Mensch und Umwelt. Amalgam besteht aus etwa 50% Quecksilber und variablen Anteilen von Zinn, Silber, Kupfer und Zink und Verunreinigungen. Amalgamfüllungen setzen kontinuierlich Quecksilberdampf frei (vermehrt bei Provokation, wie z.B. beim Legen, Polieren und Entfernen, sowie beim Kauen, Zähneknirschen, beim Kontakt mit Säuren und heißen Getränken sowie bei Anwesenheit verschiedener Metalle usw.), der durch Nasen und Mundschleimhäute und alveolär zu 100% resorbiert wird (Nettoresorbtion = Aufnahme abzüglich Ausleitung 80%). Amalgam wird seit 170 Jahren angewendet. Jedes Jahr wurden und werden dabei weltweit tonnenweise Quecksilber in die Menschen eingebaut, welches letztendlich durch Herausbohren, Ausscheidungen und nach dem Tod durch Begräbnis oder Verbrennen in Krematorien in die Umwelt gelangt ist und gelangt. Noch 1992 lagen etwa 200-300 Millionen Amalgamfüllungen in den Zähnen der deutschen Bundesbürger [1]. Pro Jahr werden in Deutschland über 20.000 kg Quecksilber (USA: 30-40 t) für neue Amalgamfüllungen verbraucht [2].

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