26.05.2008 Sao Paolo
Amalgamverbot in Norwegen 01.01.2008
Quecksilberverbot in Norwegen betrifft u.a. auch
Amalgamzahnfüllungen
von E.Blaurock-Busch
Der norwegische Umweltminister Erik Solheim sprach ein Verbot für
Quecksilberprodukte aus. Das Verbot trat am 1. Januar 2008 in Kraft
und gilt auch für Quecksilber in Zahnmaterialien. Vom Verbot
betroffen sind u.a. Messgeräte und andere Produkte. Das Verbot
erstreckt sich auf alle Gebiete, auch solche, die nicht spezifisch
genannt oder bereits anderweitig reguliert waren. Nachdem es
inzwischen alternative Produkte gibt, ist die Zeit für ein Verbot
gekommen, so der Minister. Eine weitere Rechtfertigung für das
Verbot sieht Minister Solheim im Umweltrisiko. Er hält es für
wichtig, dass der Gebrauch von Quecksilber so weit wie möglich
unterbunden wird. Der Großteil des Quecksilbers, das seinen Weg in
die Umwelt Norwegens findet kommt aus Quellen, die ihren Ursprung
im Ausland haben. Deshalb ist Norwegen bestrebt, die für
Quecksilber zutreffenden internationalen Regulierungen zu
verstärken, innerhalb der EU sowie global. Quecksilber gilt als
eines der gefährlichsten Umwelttoxine. Den Presseberichten nach ist
die Umwelt Norwegens derzeit zu stark belastet. Quecksilber
reichert sich in der Nahrung, vor allem in Fisch an, und ist somit
eine Gefahr für Fische wie auch die gesamte globale
Nahrungsmittelkette. Berichten zufolge wird den Norwegern geraten,
ihren Fischkonsum einzuschränken. Vor allem vom Konsum großer
Fischwasserfische wird gewarnt. Insbesondere schwangere Frauen
sollen jeglichen Fischkonsum meiden, denn Quecksilberbelastungen
verursachen bekanntlich Wachstumsstörungen in Kindern.
Quelle: Pressebericht Jon Berg, Sprecher des Umweltministeriums
(21.12.2007)
Address: The Ministry of the Environment
P.O.Box 8013 Dep
N-0030 Oslo
E-mail: jon.berg@md.dep.no
Amalgam gefährlich !?
- Ausleitung möglich
Von Dr. Joachim Mutter
Amalgam als Quecksilberquelle für Mensch und Umwelt. Amalgam besteht aus etwa 50% Quecksilber und variablen Anteilen von Zinn, Silber, Kupfer und Zink und Verunreinigungen. Amalgamfüllungen setzen kontinuierlich Quecksilberdampf frei (vermehrt bei Provokation, wie z.B. beim Legen, Polieren und Entfernen, sowie beim Kauen, Zähneknirschen, beim Kontakt mit Säuren und heißen Getränken sowie bei Anwesenheit verschiedener Metalle usw.), der durch Nasen und Mundschleimhäute und alveolär zu 100% resorbiert wird (Nettoresorbtion = Aufnahme abzüglich Ausleitung 80%). Amalgam wird seit 170 Jahren angewendet. Jedes Jahr wurden und werden dabei weltweit tonnenweise Quecksilber in die Menschen eingebaut, welches letztendlich durch Herausbohren, Ausscheidungen und nach dem Tod durch Begräbnis oder Verbrennen in Krematorien in die Umwelt gelangt ist und gelangt. Noch 1992 lagen etwa 200-300 Millionen Amalgamfüllungen in den Zähnen der deutschen Bundesbürger [1]. Pro Jahr werden in Deutschland über 20.000 kg Quecksilber (USA: 30-40 t) für neue Amalgamfüllungen verbraucht [2].
