Ausgabe II/III 2007
Die unbewusste Macht der Mutter ...
Die Mutter wird in allen Ländern der Erde, die ich kenne, mit viel
Hinwendung geliebt, geehrt – oder sogar verehrt – wenn vielleicht
nicht immer offen, so doch auf innere Weise. Viele Kriege wurden
begonnen, weil jemand eine Kränkung der eigenen Mutter empfunden
hat. Vielleicht folgen alle Kriege direkt oder indirekt dem Zweck
und inneren Zwang, die Mutter ehren oder retten zu müssen. Das Kind
ist der Held und der Retter der Mutter.
Auf der einen Seite ist die Mutter die anfangs einzige und
wichtigste Nahrungsquelle des ungeborenen Kindes und die Quelle der
ersten wichtigen Zuwendung. Sie ist nachts auf, sorgt sich ständig,
hält die Hand bei den ersten Gehversuchen, bringt das Kind zum
Kindergarten, gibt Beruf und Weiterbildung oft für Jahre auf und
„opfert“ vieles, auch ihre Gesundheit und ihr gutes Aussehen. Auf
der anderen Seite erfährt sie in den ersten Jahren auch innige
körperliche und seelische Nähe mit dem Kind, die ein Vater
vielleicht nie kennen wird......





